Carte Blanche // Grüsse aus Fukushima

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Kategorie: Außerhalb des Wettbewerbs
Vorstellung: Mittwoch, 29. März 2017, 19:15 Uhr , Mousonturm // Studio 1

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(Spielfilm, D 2016), dt., engl., jap. OmdU, 104 min.Regie: Doris Dörrie
Darsteller: Rosalie Thomass, Kaori Momoi, Moshe Cohen, Nami Kamata u.a.
Kamera: Hanno Lentz
Produktion: Harry Kügler, Molly von Fürstenberg
Drehbuch: Doris Dörrie
Schnitt: Frank Müller

Musik: Ulrike Haage

Die nukleare Katastrophe in Fukushima und ihre Folgen: verlassene Sperrzonen in einer Ruinenlandschaft und die radioaktive Verseuchung des Pazifischen Ozeans vor der japanischen Ostküste – Doris Dörrie thematisiert in ihrem preisgekrönten Film das bislang ungelöste Problem der Atomkraft in einer globalisierten Welt. Sechs Jahre nach der Atomkatastrophe ist die deutsche Ausnahmeregisseurin in ein Gebiet gereist, in das sich zuvor kein Spielfilmteam gewagt hat – mit Geigerzähler und Kamera.

In Grüsse aus Fukushima geht es um die junge Marie (Rosalie Thomass), die auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima reist. Zusammen mit dem Clown Moshe (Moshe Cohen) will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben (den sogenannten Temporary Housing Communities), ein wenig Freude bringen. Als dies scheitert und sie auf eine alte Frau trifft, die ihr Haus wieder aufbauen möchte, erkennt Marie den eigentlichen Ort, an dem sie helfen kann.

Im Interview haben wir mit Doris Dörrie über Grüsse aus Fukushima gesprochen

“Der Film überzeugt als filmischer Essay über die Kunst, sich dem Leben zu stellen, und die raue Schönheit der Todeszone von Fukushima steht für Fragilität der Existenz im Allgemeinen.“ NDR Kulturjournal

„In GRÜSSE AUS FUKUSHIMA geht es um Verlust, Heimat, Schmerz und nicht zuletzt um die Frage, ob wir anderen helfen, damit es uns selbst besser geht. Große, hochaktuelle Themen, die Doris Dörrie da anpackt. Sie tut es in schwarzweiß und sehr poetisch.“ MISSY Magazine