Morris aus Amerika (Morris from America)

zurück zur Übersicht

Kategorie: Außerhalb des Wettbewerbs
Vorstellung: Samstag, 01. April 2017, 15:00 Uhr , Filmmuseum

Jetzt Ticket kaufen >>

Weitere Tickets sind an der Abendkasse erhältlich.

In den Kalender eintragen

(Spielfilm, D/USA 2016), eng. OV mit dt. U, 91 min.Regie: Chad Hartigan
Darsteller: Markees Christmas, Craig Robinson, Carla Juri, Patrick Güldenberg, Lina K eller u.a.
Kamera: Sean McElwee
Produktion: Adele Romanski, Martin Heisler, Sara Murphy, Gabriele Simon
Drehbuch: Chad Hartigan
Schnitt: Anne Fabini

Heidelberg – ein Albtraum für Nachwuchsrapper.
So erlebt der 13-jährige Morris die deutsche Kleinstadtidylle. Nach dem Tod seiner Mutter zieht Morris aus New York zu seinem Vater in die deutsche Provinz. Hier fällt er als leicht übergewichtiger, schwarzer Teenie mehr auf, als ihm lieb ist. Von seinen Mitschülern gehänselt hat Morris nur Kontakt zu seinem verwitweten Vater Curtis, mit dem er die Leidenschaft für Hip-Hop teilt, und zu seiner Deutschlehrerin Inka. Sie rät ihm, sein Glück in einem Jugendclub zu versuchen. Dort verknallt er sich prompt in die unnahbare Katrin, die vom spießbürgerlichen Heidelberg die Nase genauso voll hat wie Morris – und die ihn schließlich zu einem waghalsigen Roadtrip nach Frankfurt einlädt.

Chad Hartigans realistische Tour-de-Force über den oft harten Weg zum Erwachsenwerden lebt von der unmittelbaren Nähe zu seinem Protagonisten. Feinfühlig vermittelt sich dem Zuschauer das Gefühl vom Anderssein. Dafür gab es zu Recht zwei Auszeichnungen auf dem renommierten Sundance Film Festival.

Morris aus Amerika steht aktuell auf der Longlist des Deutschen Filmpreises und wurde von der Deutschen Film- & Medienbewertung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. Aus der Jurybegründung: „Ein Film, der das Erwachsenwerden aus einer hierzulande ungewohnten Perspektive widerspiegelt, weil er klug mit Klischees zu spielen versteht. Eine Coming-of-Age-Geschichte voller Gefühl, Witz und Ironie.“

„But the heart of the movie is the relationship between Morris and Curtis, and Hartigan excels at testing its soft spots and vulnerabilities; for their part, Christmas (a terrific discovery) and Robinson strike so many wonderfully varied notes that an entire feature could conceivably be cobbled together from their back-and-forth alone. The work of a filmmaker who knows how to listen to his characters, Morris from America shows how authentic communication becomes its own form of freestyle.” Justin Chang, Variety