L’Avenir (Alles was kommt)

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Kategorie: Außerhalb des Wettbewerbs
Vorstellung: Donnerstag, 30. März 2017, 18:00 Uhr , Filmmuseum

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(Tragikomödie, D/F 2016), franz. OmdU., 100 min.Regie: Mia Hansen-Løve
Darsteller: Isabelle Huppert, André Marcon, Roman Kolinka, Edith Scob, Sarah Le Picard u.a.
Kamera: Denis Lenoir
Produktion: Charles Gillibert, Sacha Guillaume-Bourbault
Drehbuch: Mia Hansen-Løve
Schnitt: Marion Monnier

„Ich habe ein erfülltes intellektuelles Leben“ sagt Nathalie, „das macht mich glücklich.“ Sie arbeitet als Philosophielehrerin, ihr Mann ist an der Universität tätig. Und die Kinder sind fast aus dem Haus. Ein eingekuscheltes Glück im seichten, altlinken Milieu. Daran gilt es für die kultivierte Pariserin festzuhalten. Auch die aberwitzigen Gefechte mit ihrer besitzergreifenden Mutter tun dem keinen Abbruch. Doch der Sommer beginnt und plötzlich gerät ihr Leben aus den Fugen.

Die großartige Isabelle Huppert spielt Nathalies von Einsamkeit und Älterwerden gekennzeichneten Lebensherbst dabei völlig frei von Selbstmitleid. Und ermöglicht ihr so ganz leise den wohltemperierten Befreiungsschlag.
Der Chance, Einsamkeit als radikale Freiheit zu interpretieren und Wandel zu jedem Zeitpunkt des Lebens zu nutzen, schaut man nur zu gerne zu.

Nach dem vielbeachteten Eden, einer ebenfalls autobiografisch gefärbten Betrachtung der Pariser House-Szene der 90er Jahre setzt die Regisseurin Mia Hansen-Løvein L’Avenir ihren Themenkosmos von Verlust und Veränderung fort. Fast beiläufig zugetan folgt die Kamera ihrer Protagonistin, wenn diese ihrem bröckelnden Leben hinterherläuft.


Die hochgelobte französisch-deutsche Koproduktion, teils in Hessen postproduziert und von HessenFilm und Medien finanziert, gewann den Silbernen Bären für die beste Regie auf der Berlinale 2016.