Programmhighlight 2017 // Tiger Girl

In Anwesenheit von Regisseur Jakob Lass

Nach seinem grandiosen Erfolg mit Love Steaks präsentiert Regisseur Jakob Lass mit Tiger Girl nun seinen nächsten großen Spielfilm. Die Geschichte um eine crazy, wilde Frauenfreundschaft gehörte zu den Highlights der diesjährigen Berlinale. Die Tickets waren binnen weniger Minuten ausverkauft. Umso mehr freut sich LICHTER darüber, dass der Film Bestandteil der 10. Jubiläumsausgabe sein wird. Wir zeigen Tiger Girl in einem Special Screening und in Anwesenheit von Regisseur Jakob Lass


Synopsis
Biedere Bürgerin trifft unangepasste Gangsterin: Vanilla lebt regelkonform, ist immer zuvorkommend und arbeitet für einen Sicherheitsdienst. Tiger agiert als gewiefte Kriminelle ohne Furcht und Respekt. Eine explosive Begegnung, die nicht ohne Folgen bleibt. Denn Tiger ist fasziniert von dem Mädchen, das so krampfhaft versucht, dazu zugehören. Sie bringt ihr das Beißen bei und Vanilla leckt Blut. Schon bald ziehen sie zusammen im Security-Outfit durch die Stadt. Die jungen Frauen nutzen ihre durch die Uniformen verliehene Autorität schamlos aus, um die öffentliche Ordnung nach ihren eigenen Regeln zu formen: Sie klauen Fahrräder, zerschmettern Porzellan und lachen lauter, als die Polizei erlaubt.

Noch wilder, gefährlicher und brutaler – mit einem Wort – weiblicher kommt Tiger Girl nach dem großen Debüt-Erfolg von LOVE STEAKS daher. Jakob Lass lässt seine Schauspielerinnen und Schauspieler erneut kongenial in dokumentarischer Umgebung improvisieren. Experiment trifft Martial Arts.

Es gibt keine geschriebenen Dialoge und statt eines konventionellen Drehbuchs bildet das sogenannte „Skelettbuch“ das Grundgerüst für die Geschichte. Die Dreharbeiten finden anhand des Szenenfahrplans in einem semidokumentarischen Umfeld statt, in diesem Fall: die Ausbildungsrealität bei einem privaten Sicherheitsdienst. Der FOGMA-Ansatz des Filmemacher-Trios Jakob Lass, Ines Schiller und Golo Schultz schleust fiktionale Spielfilme durch die Realität und macht den Film zu einer direkten Erfahrung.


„Lass’ Film ist eine Art ständig die Richtung wechselnder Coming-of-Age, ein Film über die befreiende Entdeckung der eigenen Stärke junger Frauen, das Ablegen des anerzogenen Bravseins und das nicht Zurechtkommen (wollen) damit. Dabei spielen Körperlichkeit und Gewalt eine große Rolle. Das ist in dieser drastischen Form, zumindest für den deutschen Film, absolut neu. Spannend. Und oft kaum auszuhalten.“ – Christine Stöckel, taz

„Um solche Energien einzufangen, wurde der Kinematograf einst erfunden.“ – Süddeutsche Zeitung

„Quentin Tarantino trifft Lars von Trier. Ein unberechenbares Filmerlebnis.“ – Radio Fritz

“Das Jahr ist noch jung, doch „Tiger Girl“ wird zu den coolsten Filmen von 2017 zählen.” – Welt.de

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