Jurys 2017

Internationale Langfilmjury 2017

Niko Apel

Niko Apel wurde am 15.12.1978 in Frankfurt am Main geboren. Während seiner Schulzeit arbeitete er als Filmvorführer in einem Frankfurter Programmkino und begann erste Kurzfilme zu drehen. Von 2002 bis 2007 studierte er Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Abschlussfilm Sonbol wurde unter anderem mit dem „first steps award“, sowie dem „Grimmepreis“ ausgezeichnet. Es folgten weitere abendfüllende Dokumentarfilme wie Von Kindern (ZDF 2010), Freispielen (arte 2012) und On the road mit Socrates (arte 2014) die auf nationalen wie internationalen Festivals viel Beachtung fanden.

Nicole Baum

Geboren in Stuttgart lebt Nicole Baum seit 1994 in Frankfurt-Sachsenhausen. Nach einem Studium der Romanistik und Germanistik in Straßburg, Freiburg und Berlin sowie einem Zeitungsvolontariat arbeitete sie als freie Autorin für Print, Radio und Fernsehen. Seit 2001 ist Baum Redakteurin bei ZDF/3sat in Mainz. Dort betreut sie Kino-Dokumentarfilme in der 3sat Filmredaktion, u.a. die Filme Arteholic von Hermann Vaske und Endstation der Sehnsüchte von Sung Hyung Cho, die beide auch bei LICHTER gezeigt wurden.

Betty Berr und Rainer Wothe

Betty Berr inszenierte als Theaterregisseurin zahlreiche zeitgenössische, häufig musikalische Theaterstücke. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin für Film und Fernsehen, hat sie immer wieder auch Auftritte im Theater. Unter ihren Rollen sind besonders jene in LE TERRE AU VENTRE von Tony Gatlif, NO MAN’S LAND von Alain Tanner oder FRANCE TOUR DETOUR 2 ENFANTS von Jean-Luc Godard zu erwähnen. Zusammen mit Rainer Wothe leitet sie seit über 20 Jahren das Cinéma de Contis und das Festival International de Contis.

Rainer Wothe hat als Bühnenbildner mit vielen Theaterregisseuren und Choreographen wie Ion Omesco und Régis Obadia zusammengearbeitet. Er ist zudem Produzent der darstellenden Kunst und für Kurzfilme und arbeitete mit Hanna Schygulla über Texte wie von Jean-Claude Carrière. Als Gründer der Vereinigung A Contis ist er als Botschafter kultureller Diversität für internationale Partnerschaften zuständig.

Regionale Langfilmjury 2017

Numan Acar

Numan Acar ist ein deutscher Schauspieler und Filmproduzent türkischer Herkunft. Er ist als Produzent spezialisiert auf deutsch-türkische Produktionen. Als Schauspieler hat er in diversen türkischen und deutschen Produktionen mitgespielt. Numan Acar ist Gründer der Filmproduktion Acar Entertainment, 2007 arbeitete er als Produzent an der türkischen Serie Menekse ve Halil, die in Berlin gedreht wurde. 2014 erhielt er den Hessischen Filmpreis in der Sparte Drehbuch für Weihnachten unterm Halbmond.

Reza Brojerdi

Der Schauspieler und Produzent Reza Brojerdi ist 1983 im Iran geboren und lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Deutschland. Aufgewachsen in Melle, Niedersachsen, zog er als Teenager mit seiner Familie nach Bielefeld. 2006 zog er nach Berlin, wo er seitdem wohnt. Brojerdi spielte diverse Rollen, unter anderem in der Fernsehserie Notruf Hafenkante sowie in mehreren Filmserien wie Unter Verdacht neben Senta Berger und Ulrich Tukur. Ende 2011 drehte er einen Kölner Tatort neben Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. 2015 ist er in der US-amerikanischen Fernsehserie HOMELAND zu sehen, wo er in Staffel 5 die Gastrolle Hanif spielt. Neben seiner Schauspielerkarriere ist Brojerdi auch als Produzent tätig. Mit seiner Firma “Ventaro Film” produzierte er seinen ersten Spielfilm „Schneeflöckchen”, der 2017 erscheint. Der zweite Film des Produzenten „Das letzte Mahl“ befindet sich gerade in der Postproduktion und wird dieses Jahr beendet. Derzeit arbeitet Brojerdi an weiteren Projekten.

Pepe Danquart

Pepe Danquart hat sich über lange Jahre einen Namen als international bedeutender Regisseur erarbeitet. Begonnen Ende der 60er Jahre mit ersten Super-8-Filmen, Mitbegründete er 1977 die Medien-Werkstatt Freiburg (MWF). In diesem Filmkollektiv entstanden 1978 bis 1991 mehr als 30 Dokumentarfilme, an denen er sich als Autor, Regisseur und Produzent beteiligte. Für SCHWARZFAHRER (1994) erhielt Pepe Danquart u. a. den Oscar® für den Besten Kurzfilm. Danquart arbeitet seit dem beständig weiter an national und international einflussreichen und ausgezeichneten Produktionen. Zuletzt kam 2014 die Auszeichnung mit dem Regiepreis Metropolis des BVR, als Gewinner „Bester Kinder- und Jugendfilm“ für Lauf, Junge, Lauf! dazu.
2016 erschien sein aktueller Film Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner.

Mischka Popp

Mischka Popp studierte an der Hochschule für Musik und Theater. Anschließend arbeitete sie an verschiedenen Theatern der BRD und der Schweiz. Seit 1973 arbeitet sie zusammen mit Thomas Bergmann. Gemeinsam entwickeln und produzieren sie von FS-Formaten im Bereich Bildung und Sozialpolitik. Für ARD und ZDF drehte Mischka. Ihre Themen: Land, Provinz, deutscher Alltag. 1983 folgte die Gründung der Firma PILOTFILM GmbH. Zu Mischkas Arbeiten zählen: MAZEL TOV (2009), AUGENLIED (2003), KOPFLEUCHTEN (1998), HERZFEUER (1993), DIE POTEMKINSCHE STADT (1988), HIGGS (2000), 90 JAHRE PLUS (2006), DER RAUCH DER TRÄUME (2007). Mischka wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen und Preise geehrt, darunter der Hessische Filmpreis, der Grimme Preise, der Kulturpreis des Landes Hessen, die Goethe Plakette, der Robert Geisendörfer-Preis, der Deutsche Sozialpreis, der Ökomedia-Preis, der Premiere-Preis, der Öngören Preis für Demokratie u. Menschenrechte, der 1.Preis Jewish Film Festival Berlin, der Prix Leonardo sowie Awards verschiedener U.S. Filmfestivals. Mischka Popp lebt als Autorin und Filmemacherin in Frankfurt am Main.

Regionale Kurzfilmjury 2017

Robert Hertel

Robert Hertel ist Producer aus Frankfurt am Main. Er ist Gründungsmitglied von ’Goldhamster Film‘ und produziert seit 2009 erfolgreich Kurzfilme und Dokumentationen. Auch Image- und Werbefilme gehören in sein Portfolio. Seit einigen Jahren arbeitet er vermehrt im Spielfilmbereich und betreut als Motivaufnahmeleiter und Produktionsleiter TV- und Kinoproduktionen in Hessen (u.a. „Ein Atem“, „Jugend ohne Gott“, Tatort und Taunuskrimi).

Sylvie Hohlbaum

Die gebürtige Frankfurterin Sylvie Hohlbaum, lebt und arbeitet in Hamburg als freie Autorin, Regisseurin und Dozentin für Non-Fiction Filme. Schon während des Filmstudiums an der HfG in Offenbach waren ihre Filme von genauem Hinsehen und subtilem Humor geprägt. Ihr Augenmerk richtet sie dabei auf soziologische Phänomene und Subkulturen.
Zu ihren bekanntesten Filmen zählt der vielfach preisgekrönte Kurzfilm „Beige“, über die Neigung älterer Menschen zur Farbe Beige, der erst auf den zweiten Blick eine selbstironische Generationen-Studie ist. Sylvie Hohlbaum spielt gelegentlich aber auch mit der Beobachtungsgabe der Zuschauenden, fordert sie auf, selbst genau hinzusehen und zu prüfen, ob das Erzählte auch wirklich der Wahrheit entspricht.

Christel Schmidt

Ihre Liebe zum Film hat sie zum Fernsehen gebracht. Nach einem Volontariat in der der Kulturredaktion des Hessischen Rundfunks arbeitet Christel Schmidt viele Jahre als Filmkritikerin, später als Redakteurin und Regisseurin für unterschiedliche Formate, Genres und Sender (hr, 3sat, ARD). Als Autorin dreht sie zahlreiche Dokumentarfilme und wird für „Die großen Kriminalfälle – Familienbande“ mit dem Regino-Preis ausgezeichnet. Von 2011 bis 2015 leitet sie die hr-Filmförderung und bringt ihre Begeisterung für Film mit der für Filmschaffende zusammen. Im Rahmen des Hessischen Film – und Kinopreises verantwortet Christel Schmidt den Hessischen Fernsehpreis (Beste/r Schauspieler/in).

Jury Virtual Reality Storytelling

Ralph Benz

Ralph Benz arbeitet seit rund 22 Jahren als TV-Redakteur, mit Fokus auf IT-Technik-Themen. Der ausgewiesene Geek und Nerd war u. a. für die bekannte Computersendung „neues“ auf 3sat verantwortlich, arbeitete für das Computer-Spiele-Kultur-TV-Magazin „Pixelmacher“ und war verantwortlich für das E-Sports-Magazin „FTW“ auf ZDFKultur. Neben seiner aktuellen 2D-TV-Arbeit für die 3sat-Magazine „nano“ und “Scobel” beschäftigt er sich seit mehreren Jahren mit dem Thema VR/AR. Bei ZDF/3sat ist er in einer 360°-Video-Entwicklungs-Gruppe tätig.

Marco Heutink

Marco Heutink ist User Experience-Designer für Virtual Reality-Projekte bei Cheil. Er entwirft fesselnde, immersive Welten in virtueller Realität durch die geschickte Kombination von intuitiver Interaktion und 360°-Storytelling. Im Jahr 2015 co-produzierte er die VR-Videoserie „VR the Future“ für Samsung. Er war Lead Creative für die Award-gewinnende VR-Video-Plattform „Samsung DISCOVR“, die im September 2016 erstmals online ging.

Astrid Kahmke

Astrid Kahmke leitet seit 2012 das First Movie Program im Bayerischen Filmzentrum, initiierte 2015 den „Immersive Storytelling 360° Hackathon“ und leitet das „VR Creators’ Lab“. Seit Oktober 2016 kuratiert sie die internationale Konferenz „i4c“, die sich mit Content Creation for Virtual Worlds befasst. Am 6. April findet die nächste „i4c – Spring into 360°“ in München statt.

Eckart Köberich

Eckart Köberich ist seit Februar 2017 Head of VR bei ZDF Digital. Von Ende 2014 bis Januar 2017 leitete er das 360° und VR-Entwicklungsprojekt für das Zweite Deutsche Fernsehen. In dieser Zeit entstanden über dreißig ZDF 360°-Produktionen sowie VR-Plattformen für IOS, Android, Google Daydream und die Webplattform vr.zdf.de. Die 2016 geschaffene ZDF Digital VR Unit produziert 360°-Filme, interaktive Virtual Reality Anwendungen und fördert die Erforschung des neuen Mediums VR; so auch mit der diesjährigen VR Konferenz und VR Messe im Rahmen des LICHTER 10. Filmfests.

Kay Meseberg

Kay Meseberg studierte Politikwissenschaften an der Universität Potsdam und schloss mit Diplom ab. Nach Stationen bei der ARD-Sendung Polylux, Reportertätigkeit für verschiedene ARTE-Formate und die 3sat-Sendung Foyer war er lange Jahre Online-Redakteur und TV-Autor für das investigative ZDF-Magazin Frontal21. Parallel zu seiner TV-Laufbahn war Meseberg seit Ende der 90er Jahre auch an der Konzeptionierung und Realisierung vieler Online-Projekte wie polylog.tv für Polylux und berlinfolgen.de zusammen mit der taz und 2470media beteiligt. 2013 wechselte er zu ARTE, wo er am Aufbau des Themenangebots ARTE Future beteiligt war. Seit dem Erfolg des Projekts Polar Sea 360° beschäftigt sich Meseberg mit der Umsetzung von Inhalten in 360°-Videoperspektive und Virtual Reality. Weiterhin war er in die Konzeptionierung und die redaktionelle Betreuung vieler erfolgreicher, innovativer Web-Formate wie ScrollDocs und WebDokus – involviert. Für seine Arbeit hat Meseberg zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter drei Grimme Online Awards, den Deutschen Reporterpreis, den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis und einen LEAD Award.

Jury LICHTER Art Award

Saul Judd

Saul Judd, (geb. 1963 in Brasilien) freier Kurator in Frankfurt, ist verantwortlich für die Videokunst-Sektion des LICHTER Filmfest Frankfurt International. Im Rahmen des Festivals konzipierte er Ausstellungen mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Keren Cytter und Mike Bouchet, bis er 2011 den LICHTER Art Award initiierte. Seine aktuellen Projekte sind BLANK SLATE, eine Publikation über Kunst, Architektur und Design, und seit Januar 2016 SCHAUT!, eine Ausstellungsreihe im MAL SEH’N Kino in Frankfurt zusammen mit dem Film- und Kinomacher Gunter Deller.

Olaf Stüber

Olaf Stüber ist Galerist, Kurator und Herausgeber für zeitgenössische Kunst und Film. 2008 gründete er zusammen mit Ivo Wessel die internationale Plattform Videoart at Midnight im Babylon Kino in Berlin. Darüber hinaus hält er Vorträge und gibt Workshops insbesondere über Künstlerfilme und videos, kuratiert Programme für Institutionen, Messen und Festivals. Er war Mitglied in der Jury des Videokunstförderpreis Bremen 2009, des Dokumentar- und Videofest Kassel 2012, der Videonale im Kunstmuseum Bonn 2013, dem EMAF – European Media Art Festival Osnabrück 2015 und zuletzt beim Filmwinter 2017 in Stuttgart.

Mathilde ter Heijne

Mathilde ter Heijne (geb. 1969 in Straßbourg, Frankreich) lebt als Künstlerin in Berlin und ist seit 2011 Professorin für Visual Art/Media, Installation und Performance an der Kunsthochschule Kassel. Ihr Kunststudium absolvierte sie in den Niederlanden an der der Stadsacademie in Maastricht und der Rijksacademie in Amsterdam. Mathilde ter Heijnes künstlerische Praxis liegt ein feministisches Denken zugrunde, das sie mit ihrem Interesse an der historischen Verfasstheit gesellschaftlicher Minderheiten und gegenwärtigen Machtstrukturen verknüpft. Ihre Installationen, Performances und Videos waren in zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen wie dem Haus am Lützowplatz, dem Museum für Neue Kunst Freiburg, dem Lentos Kunstmuseum Linz, der Kunsthalle Nürnberg, dem Stedelijk Museum Amsterdam oder dem Migros Museum für Gegenwartskunst Zürich zu sehen.